Brand in Altenpflegeheim fordert zwei Todesopfer
Bruchsal-Büchenau. Ein Brand in einem Altenpflegeheim in der Albrecht-Dürer-
Straße in Bruchsal-Büchenau hat am frühen Dienstagmorgen zwei Todesopfer
gefordert. Mehrere Heimbewohner wurden mit Verdacht auf leichte
Rauchgasvergiftungen ins Bruchsaler Krankenhaus gebracht. Ein Pfleger der
Einrichtung erlitt einen Schock, auch er wurde ärztlich versorgt.
Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Hierzu hat die Kriminalpolizei die
Ermittlungen aufgenommen.
Der diensthabende Pfleger war um 03.57 Uhr durch einen hausinternen Alarm
auf das im Dachstock des dreigeschossigen Heimes ausgebrochene Feuer
aufmerksam geworden und hatte sofort Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert.
In der Folge zeitgleich eintreffende Feuerwehrleute und Polizeibeamte konnten
durch den Hausflur zwar noch bis in die oberste Etage gelangen; durch starke
Rauchentwicklung und extreme Hitze war es dann aber unmöglich, an den
eigentlichen Brandort, einen von zwei bettlägerigen männlichen Patienten
bewohnten Raum vorzudringen.
Während die von außen her über Drehleitern unterstützten Löscharbeiten auf
Hochtouren liefen, konnten Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizeibeamte
insgesamt 28 Heimbewohner, die zum Teil liegend transportiert werden mussten,
ins Freie und damit in Sicherheit bringen. Für die beiden 76 und 82 Jahre alten
Männer kam aber jede Hilfe zu spät.
Kurz nach 05.00 Uhr meldeten die Wehrleute „Feuer aus“; in der Folge galt es
für sie dann noch, Brandnachsorge zu betreiben und nach möglichen
Glutnestern im Dachgebälk zu suchen.
Unterdessen wurden die Heimbewohner zur weiteren Betreuung in ein
Gemeindezentrum gebracht. Im Laufe des Tages soll über eine mögliche
Verlegung in andere Alteneinrichtungen entschieden werden.
An der Brandstelle waren alle sechs Abteilungen der Bruchsaler Feuerwehr
sowie die Feuerwehr Stutensee mit insgesamt rund 80 Mann sowie 22
Fahrzeugen im Einsatz.
Um die Versorgung von Verletzten und Heimbewohnern bemühten sich zwei
Notärzte und ein ortsansässiger Arzt sowie über 50 Helfer sämtlicher
Rettungsdienste. Hierzu waren über 20 Fahrzeuge eingesetzt.
Die Polizei unterstützte mit 22 Beamten die Erstmaßnahmen, sicherte den
Brandort weiträumig ab und leitete die Brandermittlungen ein.
Dabei hat die Kriminalaußenstelle Bruchsal zur Klärung der Ursache auch einen
Sachverständigen hinzugezogen.
Genauere Aussagen zur Höhe des Sachschadens sind noch nicht möglich; nach
derzeitigem Stand ist von mehreren zehntausend Euro auszugehen.
Fritz Bachholz





